Alle Beiträge von Florian Leiß

Judo-SV-Lehrgang

Am 23.Oktober 2022 veranstalteten wir beim MTV Ludwigsburg den zweiten Judo-Selbstverteidigungslehrgang. 13 TeilnehmerInnen powerten sich an diesem Sonntag vier Stunden lang so richtig aus. Begrüßt werden konnte Christoph Nesper als Presse- und PR-Referent des Württembergischen Judo Verbands (WJV) sowie unsere 2. Vorsitzende Astrid Czymara.
Klassisches Judo wird beim Judo-SV mit Verteidigungen gegenüber realitätsnahen Angriffen (z.B. Schwitzkasten) gepaart und entwickelt so eine enorme Stärke und Wirkung. Auch im Judo-SV wird die Energie des Angreifers zur eigenen Verteidigung umgelenkt und optimal genutzt. Kombiniert mit Druckpunkten und Hebeln ist die pure Kraft plötzlich nicht mehr entscheidend. Wir lernten in bestimmten Angriffssituation schnell zu reagieren, um uns so mit Falltechniken und Schlägen/Tritten (eingesetzt als Schockmoment) sinnvoll zu verteidigen. Nebenbei wurden hierdurch Haltung und Selbstbewusstsein gefördert. Begeistert trainierten Judokas aus Ludwigsburg, Stuttgart, Backnang, Urbach, Schwäbisch Hall und Künzelsau zusammen und genossen die lockere Atmosphäre.
Wir bedanken uns bei unserem Trainer Jac, dem wir jede Menge Schweiß, Spaß und neue Erkenntnisse zu verdanken hatten.

Kira Lorenz, Judoka beim MTV Ludwigsburg

Verlängerung Prüfer- und Fachtrainerlizenzen

An die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre anknüpfend, hatten Rainer Struensee und Matthias Hubl am 15.10.2022 zu einem Lehrgang nach Fellbach eingeladen, bei dem Fachtrainer und Prüfer von Jiu-Jitsu traditionell e.V. gemeinsam ihre jeweiligen Lizenzen verlängern konnten. Die Pandemie-bedingten Schließungen von Trainingsstätten über Monate in den letzten beiden Jahren hatten keinen Einfluss auf die in diesem Jahr auslaufende Gültigkeit der Lizenzen. Erfreulicherweise war es den Vereinen in dieser Zeit trotzdem immer wieder gelungen, den Trainingsbetrieb so aufzunehmen und fortzuführen, dass nicht wenige Jiuka sogar ihre Prüfungen machen konnten. Das ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt auch die Geduld und große Motivation unserer Aktiven. Schätzen wir uns also glücklich, dass es mit dem Lehren und Lernen unseres geliebten Jiu-Jitsu weitergehen kann. Entsprechend groß war auch die Resonanz für den Verlängerungslehrgang.

Matthias begrüßte in seinen Grußworten alle Teilnehmer sehr herzlich und zeigte sich sehr erleichtert, dass die Einladung in so großer Anzahl angenommen wurde. Auch hatte es sich noch nicht bei allen Anwesenden herumgesprochen, dass Jörg Eisele vom BSV Bushido Enzweihingen eine Woche zuvor aufgrund seiner Verdienste für das Jiu-Jitsu traditionell e.V. der 6. Dan verliehen worden war (Bericht folgt). So folgten zu Beginn erstmal ein tosender Applaus und anerkennende Gratulationen.

Überleitend stellte Matthias dann im ersten Teil des Lehrgangs zunächst Änderungen vor, die die Prüfungslisten und -berichte sowie die neue Prüfungs- und Verfahrensordnung (kurz: PVO, Stand 23.09.2020) betreffen. So muss bei Kyu-Prüfungen mit den Block-, Schlag-, Stoß- und Tritttechniken eine neu hinzugekommene Aufgabe demonstriert werden. Zusätzlich wird auch künftig die Fähigkeit einer beidseitigen Wurfausführung vorausgesetzt, wenngleich dies nicht zwangsläufig auch gezeigt werden muss. Des Weiteren kündigte Matthias weitere geplante Änderungen in der PVO an und stellte diese im Einzelnen vor. Dan-Anwärter weisen ihre formalen Voraussetzungen bereits mit ihrer Anmeldung beim Prüfungsreferenten nach und Facharbeiten erhalten einen normativen Rahmen. Auch soll dem Aspekt altersgerechter Prüfungen durch einen Zusatz in der PVO zukünftig deutlicher Rechnung getragen werden. Mit einem eingefügten Inhaltsverzeichnis will man die Übersicht und das Navigieren in der PVO erleichtern.

Rainer stellte im zweiten Teil und mit einem Handout ein geplantes weiteres Prüfungselement vor, welches in die PVO aufgenommen werden soll, aber noch namenlos ist. Es geht darum ein Thema einzufügen, welches dem Element der realistischen Selbstverteidigung Rechnung tragen soll. Ziel ist es die erste Reaktion auf einen Angriff zu optimieren und ggf. zu automatisieren. Dies und weitere noch offene Fragen galt es in anschließenden Gruppenarbeiten zu erörtern und tragfähige Resultate zu erzielen. Wie nicht anders zu erwarten, enttäuschten die Akteure nicht mit ihrem Expertenwissen. Die schriftlich festgehaltenen Arbeitsergebnisse sind nun Grundlage, das Geplante auszugestalten und in eine korrekte Form zu gießen.

Unser Dank geht an alle Teilnehmer, die durchgehend aufmerksam, interessiert und im regen Austausch und Dialog Garant für einen konstruktiven, ernsthaften und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Lehrgang waren.

Von links nach rechts,
Obere Reihe:
Gert Carstens (VfL Kirchheim), Werner Rau (TVM Murrhardt), Marc Klingmann (VfL Kirchheim), Elke Peéry (SC Züttlingen), Ralf Hüber (SG Leinzell), Jörg Eisele (BSV Bushido Enzweihingen), Willy Deuringer (SV Fellbach), Wolfgang Grösch (MTV Ludwigsburg)
Untere Reihe:
Matthias Hubl (SV Fellbach), Peter Kollmannthaler (SV Fellbach), Joachim Pradler (VfL Kirchheim), Hubert Rody (TSV Asperg), Rainer Struensee (SV Fellbach), Florian Leiß (SV Fellbach)
Rainer Struensee&Matthias Hubl
Referent für LehrwesenReferent für Prüfungswesen

6. Dan für Jörg Eisele

Am 08.10.2022 wurde unserem Sportkameraden und ehemaligen Lehrwart Jörg Eisele - im Rahmen seines Jubiläums Lehrgangs , dem 25. Internationalen & verbandsoffenen Ju-Jitsu Lehrgang - für seine langjährigen Verdienste der 6. Dan Jiu-Jitsu verliehen.

Jörg Eisele hatte über einen Zeitraum von 11 Jahren das Amt des Lehrwartes der Sektion Jiu-Jitsu traditionell im Württembergischen Judo-Verband e.V. inne. In dieser Zeit hat er dieses Amt mit viel Engagement und Einsatz betrieben. Die Anzahl und Qualität der Lehrgänge - welche er regelmäßig ausrichtete - suchen ihres gleichen. Darüber hinaus hat er eine 120 Std umfassende Fachtrainer-Ausbildung konzipiert, die an 11 Wochenenden über 4 Jahre hinweg erfolgreich durchgeführt und im Herbst 2013 abgeschlossen wurde.

Auch nachdem er sein Amt übergeben hatte ist er dem Verband als sehr aktives Mitglied erhalten geblieben. Er ist in seinem Heimatverein, dem BSV Bushido Enzweihingen, seit der Gründung 1999 als erster Vorsitzender aktiv und als Trainer jede Woche mehrfach auf der Matte. Für den Verband richtet er seit Jahren zwei Dan- sowie mehrere Technik-Lehrgänge pro Jahr aus.

Die Verleihung konnte bis zum Schluss geheim gehalten werden und so war unser Jörg sehr überrascht und sichtlich gerührt, als der Verbandspräsident Klaus Calcara am Ende des Lehrgangs auf die Matte trat und die Ehrung durchführte. Fast der gesamte Vorstand war auch zu diesem Anlass zum Lehrgang gekommen um Jörg zu würdigen.

Vorstand und Ehrenrat gratulieren ganz herzlich im Namen der gesamten Sektion.

25. internationaler und verbandsoffener Ju-Jitsu Lehrgang

Traditionsgemäß veranstaltete der Budosportverein Bushido Enzweihingen 1999 e.V.
am 08.10.2022 seinen internationalen und verbandsoffenen Ju-Jitsu Lehrgang, der
bereits seit einem Vierteljahrhundert Budoka aus der Schweiz, Österreich,
Frankreich, Belgien und Deutschland auf der Matte vereint.
Der Vereinsvorstand Jörg Eisele konnte über 60 Teilnehmer und vier Meister der
Budo-Künste zum Lehrgang begrüßen.
Die einzelnen Gruppen wurden der Graduierung nach in drei Leistungsstufen
unterteilt. Die Teilnehmer konnten ihr Können- und Weiterbildungsengagement auf
250 Quadratmetern Mattenfläche in über sechs Stunden Trainingsdauer in die Tat
umsetzen.

Die Referenten: Helmut Schramm, Fabian Ackle, Robert Schenk, Jörg Eisele, Andreas Morhardt

Helmut Schramm, 7. Dan, unterrichtete verschiedenste, leicht verständliche
Techniken aus dem Aikido und Kung-Fu. Die weiteren Anwendungen hieraus lehrte
der mehrfache Kung-Fu Weltmeister sehr eindrucksvoll.
Robert Schenk, 6. Dan, brachte den Teilnehmern Hanbo-Jitsu Techniken aus dem
Kata- und SV-Bereich näher. Auch Koordinationsübungen und die nötige Etikette
stellten einen wichtigen Inhalt seiner Einheiten dar.
Andreas Morhardt, 5. Dan, verstand es, die Budoka mit anspruchsvollen Ukemi- und
Kombinationstechniken aus dem Judo ins Schwitzen zu bringen. Weiterhin lehrte er
Wurftechniken der letzten Judo-Weltmeisterschaften.
Fabian Ackle, 3. Dan, lehrte unterschiedliche Abwehrtechniken aus dem Ju-Jitsu.
Diese wurden dann als Weiterführungstechniken zur Ausführung gebracht.
Jörg Eisele zeigte Verkettungsformen von einzelnen Ju-Jitsu Techniken gegen eine
fest-gelegte Angriffsform. Großes Augenmerk legte er auf die Aktion und die
darauffolgende Reaktion der Trainierenden.
Nach den schweißtreibenden Lehreinheiten wollte der 1. Vorstand die motivierten
Budoka und Referenten bereits verabschieden. Hierbei wurde er aber durch Klaus
Calcara, 1. Vorsitzender Jiu-Jitsu traditionell e.V. im Württembergischen Judo-
Verband e.V., unterbrochen. Der gesamte Vorstand des Verbands reihte sich neben
dem sichtlich überraschten Lehrgangsleiter auf.

Klaus Calcara nutzte den feierlichen Anlass, Jörg Eisele für seine langjährigen
Verdienste den 6. Dan Jiu-Jitsu zu verleihen.
Den rot-weißen Gürtel übergab ihm Matthias Hubl, welcher sichtliche Freude an dem
Ritual hatte, den neuen Obi mit einem schallenden Schlag in den Nacken zu
überreichen.
Das Lehrgangsende beschloss Jörg Eisele mit dem Versprechen, dass auch die
nächsten 25 Jahre dieser Traditionslehrgang im Oktober in Enzweihingen stattfinden
wird.

Text: Lisa Kluge
Bilder: Simon Wolf

Kata-Lehrgang: Katame-no-Kata und Kodokan Goshin-Jutsu

Am 17. September fand wieder ein Lehrgang der Reihe „Kata en détail“ in unserem Dojo statt, bei dem die Katame-no-Kata und die Kodokan Goshin-Jutsu unterrichtet wurden.
Dieses Mal kamen die Referenten, alle drei aktive Kata-Wettkämpfer, vom Judo Verband Pfalz.
Mit viel Liebe gaben Thomas Hofmann sowie Reinhard Köhler und Jürgen Mohr ihr Wissen an die Teilnehmer weiter: Die Hintergründe der Techniken wurden erläutert und die Teilnehmer erhielten viele Tipps für Prüfungen oder Meisterschaften. Ferner danken wir Michael Hecker für seinen spontanen Einsatz als Uke.
Wir danken Jürgen, Reinhard und Thomas für die detailgenauen Erklärungen und ihre Verbundenheit zu unserem Verband und dem MTV.
Für Jürgen wird es wohl leider der letzte Lehrgang bei uns gewesen sein, denn er verlässt die Pfalz und zieht nach Norden. Wir wünschen dir alles Gute in Mecklenburg-Vorpommern, lieber Jürgen, und falls du mal nach Württemberg kommst, bist du immer gern eingeladen!

Die Referenten:
Thomas Hofmann 6. Dan: Kata Referent Pfalz; 6. Platz WM 4. Platz EM, 5 x Deutscher Meister
Reinhard Köhler und
Jürgen Mohr 3. Dan: 5. Platz Europameisterschaft 2015, 2 x 3. Platz IDKM und 3 x 4. Platz DKM

Der Lehrgang in Zahlen:
Katame-no-Kata: 10
Kodokan Goshin-Jutsu: 12

Verbände:
Württemberg: 13
Baden: 5
Hessen: 2
Jiu-Jitsu traditionell: 2
Pfalz: 1

Astrid Czymara

Sho-Dan für Augustin Affovi (SV Sillenbuch/MTV Ludwigsburg)

Wo sich andere Gedanken ans Aufhören machen, wenn sie sich vorher nicht schon längst auf das Altenteil verlegt haben, sucht ein fast 74Jähriger nochmals eine sportliche Herausforderung. Vor zwei Jahren ging beim Prüfungsreferenten Jiu-Jitsu traditionell e.V., Matthias Hubl, die Anmeldung zu einer Dan-Prüfung eines gewissen Augustin Affovi ein.

Kaum einer, der mit dem württembergischen Judosport verbunden ist, wird Augustin nicht kennen. Seine Budokarriere begann 1973 in einer Sportschule in Stuttgart-West. Man trifft ihn regelmäßig auf Lehrgängen und am Kata-Stützpunkt des WJV in Ludwigsburg an. Seit den 90er Jahren ist der Judoka (4. Dan) mit B-Lizenz als Trainer und Abteilungsleiter beim SV Sillenbuch aktiv. Noch länger ist er Mitglied beim MTV Ludwigsburg.

Zurück zur Prüfung:

Im November 2019 hatte Augustin in Fellbach mit der Goshin-Jitsu-No-Kata bereits den ersten Teil seiner Dan-Prüfung erfolgreich abgelegt (siehe Bericht „Jiu-Jitsu Dan-Prüfung 2019“). Der Abschluss sollte im zweiten Teil im ersten Halbjahr des Folgejahres erfolgen. Was folgte, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand vorauszusehen. Zunächst machten die gesetzlich verordneten Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, dann folgte eine wegen Krankheit längere Zwangspause und als ob dies nicht schon genug wäre, machte es ihm sein Uke und Trainingspartner, Wolfgang Grösch (4. Dan Judo, 3. Dan Jiu-Jitsu) auch noch nach. Wolfgang musste sich ebenfalls krankheitsbedingt sprichwörtlich erst wieder auf die Tatami zurückkämpfen. Gewiss mag man sich leicht vorstellen, welche Motivation, Geduld und Anstrengung notwendig ist, sein Prüfungsprogramm immer wieder aufzufrischen zu müssen. Endlich, am 8. Juli 2022 war es soweit!  Die Prüfungskommission um Jörg Eisele, Rainer Struensee (beide 5. Dan Jiu-Jitsu) und Matthias Hubl (3. Dan Jiu-Jitsu) konnte im Dojo Fellbach den zweiten und somit sportlich-technischen Prüfungsteil abnehmen. Zuvor hatte es sich auch der Erste Vorsitzende von Jiu-Jitsu traditionell e.V., Klaus Calcara, nicht nehmen lassen, ein paar Grußworte an Augustin und seinem Uke Wolfgang zu richten, angesichts derer beiden Lebensalters aber vor allem Worte der Bewunderung und des Respekts. Man bedenke: Tori und Uke bringen zusammen 141 Jahre auf die Matte!

Anschließend bot Augustin in der über einstündigen Prüfungsdauer eine gute wie ansprechende Leistung, die seinem Alter und seiner körperlichen Verfassung gerecht wurde.  Am Ende konnte Augustin seine tugendhafte Ausdauer und seinen Trainingsfleiß belohnen. Aus den Händen des Prüfungsvorsitzenden Jörg Eisele erhielt er die Urkunde zum 1. Dan im Jiu-Jitsu traditionell. Respekt, Hut ab und Ritsu rei vor dieser Leistung, aber auch vor einem vorbildlichen und verdienstvollen Judoka und jetzt auch Jiuka, dem es am Ende sehr wichtig war, seinem Uke für dessen unermüdliche, geduldige und uneigennützige Trainingsbereitschaft öffentlich seinen Dank auszusprechen!

Matthias Hubl – Prüfungsreferent

Mitgliederversammlung 2022

Am Freitag den 29.04.22 fand die Mitgliederversammlung unseres schönen Vereins im Restaurant Applaus in Kornwestheim statt. Nach den vielen Monaten der Abstinenz konnte man die Freude der Sportkameraden über das direkte Zusammentreffen deutlich erkennen. Entsprechend wurden vor und nach der Versammlung intensive Gespräche geführt und auch die Diskussionen über die Tagesordnungspunkte in der Versammlung wurden leidenschaftlich und in fröhlicher Stimmung geführt.

Unser bisheriger 2. Vorstand Klaus Calcara hat sich nun für das Amt des 1. Vorsitzenden nominieren lassen und wurde auf dieses auch gewählt. Allerdings haben er und unser Finanzer Ralf Kreitmeyr angekündigt nach dieser Wahlperiode ihre Ämter nicht fortführen zu wollen. Auf Klaus ehemaligen Posten des 2. Vorsitzenden konnten wir Astrid Czymara gewinnen, die bislang als zweite Kassenprüferin schon im Verband tätig war und unseren Katareferenten Jac seit Jahren in seinen Bestrebungen unterstützt. Thomas Rothert folgt dafür als zweiter Kassenprüfer nach. Alle weiteren Posten wurden gleich besetzt und bestätigt.

Wir begrüßen unsere neuen Vorstandsmitglieder recht herzlich auf ihren neuen Posten und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit.

Lehrgang Kata en détail mit Dan-Verleihung des 6. Dans an Jacques Cosson am 4.12.2021

Trotz der kurzfristigen Anordnung der 2G+ Regel fanden sich 30 Teilnehmer zu diesem besonderen Lehrgang ein, um ihre Kenntnisse in der Nage-no und der Katame-no-Kata zu erweitern oder zu festigen und diesmal auch, um an der Verleihung des 6. Dans im Judo an Jacques Cosson teilzunehmen.

Als Gäste waren der Präsident des WJV Martin Bobert mit seiner Frau Martina, der Vizepräsident Breitensport des WJV Andreas Kronauer (der auch am Lehrgang teilnahm), der WJV-Prüfungsreferent Andreas Morhardt und der Katareferent aus Baden Kurt Kappes - ebenso ein Teilnehmer - angereist; von unserer Abteilung kam in alter Verbundenheit Egon Manthey. Als damaliger DDK-Prüfungsreferent hatte er 1986 Jacques in Frankreich erworbene Kyu-Grade anerkannt und ihm dadurch den Beginn seiner Judo- Karriere mit dem 1. Kyu ermöglicht.- Auch die Referenten Sebastian Frey (Kata-Referent des DJB) und die Kata-Athletin mit vielen Titeln bis hin zur Weltmeisterin Jenny Goldschmidt waren nicht nur angereist, um den Lehrgang zu leiten; auch sie wollten gern bei Jacques Ehrung dabei sein, da sie schon viele gemeinsame Erlebnisse auf und außerhalb der Matte mit Jacques hatten und -wie sie betonten - immer wieder gern nach Ludwigsburg kommen.

Zu Beginn der Veranstaltung betraten Martin Bobert und Andreas Morhardt die Matte. In seiner Rede zeigte Martin in einer Kurzfassung Jacques langjähriges und vielfältiges Engagement für den Judosport auf und dankte ihm herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz in 35 Jahren. Als Dank und Anerkennung für diese Leistungen überreichte er Jacques unter großem Applaus die Urkunde des DJB für den 6. Dan „in Anerkennung seiner fortgesetzten erfolgreichen Verdienste für den Judosport“ mit den Worten: „Wenn einer diesen Dan verdient hat, dann ist es der Jacques.“ Den dazugehörigen rot-weißen Gürtel überreichte er mit dem Hinweis, dass dies ein Geschenk seiner langjährigen Kata-Partnerin Astrid ist, die den Gürtel im Kodokan besorgt hatte. Nachdem Jacques den Gürtel umgebunden hatte und alle feststellten, dass er passt und ihm gut steht, begann der Lehrgang.

Jenny begann mit dem Tandoku-renshu-Teil der Seiryoku zen’yo kokumin taiiku, einer Aufwärm-Kata, die viele Teilnehmer zum ersten Mal machten. Danach erläuterte sie in gewohnt unterhaltsamer und lehrreicher Weise die Techniken der Katame-no-Kata und den Teilnehmern wird sicher nicht nur der Aufwärm-Kreisel in Erinnerung bleiben.

Sebastian begeisterte wieder mit viel Hintergrundwissen bei den Techniken der Nage-no-Kata und einige Prüflinge konnten ihre Kata noch einmal für die Prüfung verfeinern, Neulinge lernten viel Detailwissen und die „alten Hasen“ frischten ihr Wissen noch einmal auf.

Am Ende gab es sehr viel Applaus für den wieder einmal hervorragenden Lehrgang dieser hochkarätigen Referenten.

Nach dem Lehrgang fand noch eine kleine Feier statt und die Teilnehmer und natürlich auch die Referenten ließen Jacques noch einmal hochleben. Danach gab es noch viele nette Gespräche bei Pizza und Pasta.

Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Jenny und Sebastian für euer Kommen und den tollen Lehrgang!!!
Ebenfalls ein riesiger Dank aller Teilnehmenden gilt Jacques für die Organisation des Lehrgangs sowie für Übernahme der Kosten für Crémant und die Pizzabestellung!!!

Bericht von Astrid Czymara

Kata en détail: Ju-no- und Katame-no-Kata

Lange war unklar, ob dieser Lehrgang stattfinden kann. Aber dann hatten wir doch Glück und konnten unter Corona-Bedingungen am 19. September diesen Lehrgang ausrichten. Die Freude unter den Teilnehmern, sich nach der Zeit des Lockdown einmal wieder zu sehen und gemeinsam – wenn auch mit Abstand – trainieren zu können, war sehr groß.

Mit Sebastian Frey, dem Kata-Referenten des DJB, und der Kata-Athletin und Kata-Weltmeisterin Jenny Goldschmidt hatte Jacques Cosson zudem wieder hochklassige Referenten in das Dojo des MTV Ludwigsburg gewinnen können.

Äußerst interessant und wieder sehr kurzweilig erläuterten Sebastian die Hintergründe und Technikdetails der Ju-no-Kata und Jenny die der Katame-no-Kata.

Nach all dem Abstand beim An- und Abgrüßen und in der Pause ging es zum geselligen Ausklang in die Kürbis-Ausstellung des Blühenden Barock. Abschließend im Freien in der Pizzeria waren wir eine Gruppe und durften uns daher „ganz normal“ unterhalten und lecker essen.

Wir danken Sebastian, Jenny und Jacques für diesen schönen Lehrgang!!

Der Lehrgang in Zahlen:
26 Teilnehmer
14 Teilnehmer der Ju-no-Kata
12 Teilnehmer der Katame-no-Kata

Teilnehmer nach Verbänden:
WJV: 13 TN, davon 3 JJT
HJV: 6 TN
BJV: 3 TN
Pfalz: 2 TN
JVP: 2 TN

Bericht: Astrid Czymara

Kata en détail: Koshiki-No-Kata

Dieser Lehrgang fand am 01.02.2020 beim MTV Ludwigsburg statt. Wir danken den beiden Referenten Dieter Münnekhoff, 5. Dan: Referent für Koshiki-no-Kata im NWDK, und Michael Hoffmann, 5. Dan: DJB-Wertungsrichter, die die „alten Formen“ sehr anschaulich demonstrierten und erklärten.

Der Lehrgang in Zahlen:
20 Teilnehmer
11 Teilnehmer vom WJV (davon 3 vom Verband Jiu-Jitsu traditionell)
5 Teilnehmer aus Baden
2 Teilnehmer aus Pfalz und
2 Teilnehmer aus Bayern

Bericht: Astrid Czymara