30 Jahre Budo-Leidenschaft: Jubiläumslehrgang des Verbands Jiu-Jitsu traditionell e.V. wird zum vollen Erfolg

Fellbach. Ein runder Geburtstag, brütende Sommerhitze und hochkarätiger Kampfkunst auf der Matte: Der Verband Jiu-Jitsu traditionell e. V. (JJT) feierte am vergangenen Wochenende sein 30-jähriges Bestehen mit einem außergewöhnlichen Jubiläumslehrgang. Weit über 60 Mitglieder und begeisterte Kampfkünstler waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam ein sportliches Fest der Extraklasse zu erleben. 

Für die sportlichen Highlights auf der Matte sorgten vier absolute Koryphäen der Budo-Welt: Jürgen Schercher (10. Dan Ju Jitsu/Tai Jitsu), Achim Hanke (9. Dan Ju-Jutsu), Volker Hipp (6. Dan Bujukai) und Andreas Morhardt (6. Dan Judo). Sie begeisterten die Teilnehmenden mit qualitativ hochwertigen, motivierenden und kurzweiligen Trainingseinheiten, bei denen trotz aller Präzision auch der Spaß nicht zu kurz kam. Damit den Sportlern bei den schweißtreibenden Temperaturen nicht die Puste ausging, sorgte das vereinseigene Orga- und Helferteam unermüdlich für kalte Getränke, Kaffee und jede Menge selbstgebackenen Kuchen. 

Ein emotionaler Höhepunkt des Tages waren die feierlichen Ehrungen für 30-jährige Treue. Die drei anwesenden Gründungsmitglieder Willy Deuringer, Andreas Unterthiener und Wolfgang Schubert, der am Nachmittag dazustieß, waren bereits bei der Vereinsgründung im Februar 1996 dabei. Für diesen jahrzehntelangen Einsatz wurden sie mit der Ehrennadel des Verbandes in Gold ausgezeichnet. Als besonderes Erinnerungsstück hatte der Vorstand sogar das originale Gründungsprotokoll mit den Unterschriften der Zeitzeugen im Gepäck.

Ebenso großen Anlass zur Freude bot der Nachmittag, als Gerd Lamsfuß (links im Bild) das Event besuchte: Der Präsident des Württembergischen Judo-Verbandes e. V. (WJV) ließ es sich trotz seines engen Terminkalenders nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen. In einer feierlichen Ansprache lobte er die hervorragende und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden. Besonders hob er hervor, dass man in der Vergangenheit selbst schwierige Angelegenheiten stets souverän, lösungsorientiert und auf Augenhöhe gemeistert habe. Mit den besten Wünschen für weitere 30 Jahre erfolgreiche gemeinsame Arbeit im WJV überreichte er dem sichtlich erfreuten 1. Vorsitzenden, Klaus Calcara, stellvertretend für alle Mitglieder eine Ehrenurkunde zum Jubiläum.

Nach einem intensiven Tag auf der Matte fand das Jubiläum bei einem großen gemeinsamen Abendessen und einem geselligen Beisammensein bei hervorragendem Catering seinen gebührenden Ausklang. Für viele war es eine wunderbare Gelegenheit, den Alltagstress hinter sich zu lassen, alte Weggefährten wiederzutreffen und neue Freundschaften zu schließen. 

Ein besonderer Dank gilt der Budo-Abteilung des Sportvereins Fellbach (SVF). Da die überwiegende Zahl der Vorstandsmitglieder von Jiu-Jitsu traditionell e.V. auch im SV Fellbach verwurzelt ist, freuen wir uns sehr über diesen großartigen, vereinsübergreifenden Zusammenhalt: Der SVF hat uns für dieses Jubiläumsevent unkompliziert die Sporthalle zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die tolle Unterstützung! 

„Ein rundum gelungenes Event“, zog der JJT-Vorstand am Abend Bilanz. „Ein herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern, Gästen und Referenten sowie dem Orgateam und den Helfern, deren außergewöhnliches Engagement diesen besonderen Tag überhaupt erst möglich gemacht haben.“ 

Mitgliederversammlung 2026: Neuwahlen und Veränderungen im Vorstand

Mitgliederversammlung 2026: Neuwahlen und Veränderungen im Vorstand

Am 12. Juni 2026 fand die Mitgliederversammlung von Jiu-Jitsu traditionell e.V. statt. Neben den Berichten aus dem Vorstand und den üblichen Regularien, in deren Rahmen der gesamte Vorstand entlastet wurde, standen in diesem Jahr turnusgemäß Neuwahlen an. In diesem Zuge gab es personelle Veränderungen im Vorstand.

Ein herzliches Dankeschön an Astrid und Jac

Astrid Czymara und Jac Cosson traten nicht erneut zur Wahl an und haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt. Der gesamte Vorstand nahm dies zum Anlass, sich bei beiden für ihr langjähriges Engagement und ihre geleisteten Verdienste für den Verband zu bedanken.

Ehrennadel in Gold für Jac Cosson

Jac prägte den Verband seit 2009 als Mitglied des erweiterten Vorstands und als Kata-Beauftragter. Für seine unermüdliche, jahrzehntelange Arbeit im Sinne des JJT wurde ihm als Zeichen des Dankes und der Anerkennung die Ehrennadel in Gold des Verbandes verliehen. Neben dieser besonderen Auszeichnung durfte er sich über ein flüssiges Präsent freuen. Umso mehr freut uns alle seine Zusage, dass er dem Verband auch in Zukunft mit Rat und Tat in Sachen Kata zur Verfügung stehen wird.

Dank an Astrid Czymara für die Arbeit im Vorstand

Astrid lenkte seit Mai 2022 als 2. Vorsitzende die Geschicke des Vereins mit. Für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren überreichte der Vorstand ihr als Dankeschön einen schönen Blumenstrauß sowie ebenfalls ein flüssiges Präsent.

Wir freuen uns darauf, euch in Zukunft wieder als „normale“ Verbandsmitglieder auf der Tatami zu treffen.

Die Wahlen: Florian Leiß neuer 2. Vorsitzender, Julian Kugler neu im erweiterten Vorstand

Bei den anschließenden Wahlen stand vor allem Kontinuität im Vordergrund. Die Vorstandsmitglieder Klaus Calcara (1. Vorsitzender), Ralf Kreitmayr (Referent Mitgliederverwaltung), Matthias Hubl (Referent Prüfungswesen) und Rainer Struensee (Referent Lehrwesen) stellten sich erneut zur Wahl und wurden von der Versammlung in ihren jeweiligen Ämtern bestätigt. Veränderungen gab es auf zwei Positionen:

Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Florian Leiß gewählt. Er gehörte dem erweiterten Vorstand bereits als Referent für Öffentlichkeitsarbeit an und bringt aus dieser Arbeit einiges an Erfahrung in sein neues Amt mit.

Seine Nachfolge als Referent für Öffentlichkeitsarbeit tritt Julian Kugler an, der damit neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurde.

Wir gratulieren allen Gewählten und wünschen ihnen viel Erfolg und Freude in ihren Aufgaben. Der Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Daitoryu Aiki Jujutsu Lehrgang in Asperg

Bereits zum zweiten Mal nach 2020 fand bei der Judo-/Aikido-/Jiu-Jitsu-Abteilung des TSV Asperg e.V. ein Daitoryu Aiki Jujutsu Lehrgang statt. Lehrgangsreferent war Enzio Ermarth (4. Dan Daitoryu, 4. Dan Aikido, Chuden Itoden shinki toho) aus Edingen-Neckarhausen bei Heidelberg.

Enzio gab den gut 30 Teilnehmern zunächst einen theoretischen Abriss über Geschichte und Prinzipien des Daitoryu. Im Anschluss demonstrierte er eine Vielzahl an Schlägen, Würfen, Hebeln und Würgern als Verteidigungen gegen Fass-, Schlag- und Trittangriffe. Beeindruckend war dabei die Kontrolle des Angreifers/Partners bereits zu Beginn der Abwehrhandlungen.

Beim Daitoryu Aiki Jujutsu handelt es sich um eine sehr alte Stilrichtung des Jiu-Jitsu, welche bereits im 900 Jahrhundert Ihren Ursprung hat. Aus Ihr sind u. a. die Kampfkünste Aikido, Hapkido und Goshindo hervorgegangen.

Hubert Rody

Erfolgreiche Prüfung am 22.11.2025 in Fellbach

Am 22. November 2025 fand in Fellbach die Prüfung für zwei Jiuka des VfL Kirchheim statt. Armin Rösch hatte sich mit seinem Partner (Uke), Daniel Nagel, zur „Schwarzgurtprüfung“ - dem 1. Dan (Sho-Dan), angemeldet. In Absprache mit dem Prüfungsreferenten wurde Daniel die Möglichkeit gegeben, sich gleichzeitig auch zum 2. Kyu (Blaugurt) prüfen zu lassen.

Bei der Zusammensetzung der Prüfungskommission wurde auf den erweiterten Vorstand zurückgegriffen, auch weil kein Prüfer des VfLKirchheim zur Verfügung stand. Mit Jacques Cosson, 6. Dan, in Funktion des Katareferenten (auch Kata-Wertungsrichter des DJB, Kata-Beauftragter des WJV und dem Lehrreferenten, Rainer Struensee (5. Dan), sowie dem Prüfungsreferenten Matthias Hubl (4. Dan) fand das Gremium eine hochrangige und fachkundige Zusammensetzung. 

Die Prüfung begann am Vormittag zunächst unter etwas unbehaglichen Bedingungen. Ein technischer Ausfall der Heizung und die ersten Frostnächte hatten es im Dojo kalt werden lassen. Bis sie vom Hausmeister wieder in Betrieb genommen werden konnte und sich spürbar erträgliche Temperaturen einstellten, war die Prüfung quasi schon zu Ende. Die Strategie der Prüflinge wurde schnell deutlich: Lass uns zügig ins Schwitzen kommen! Die anfängliche Kälte soll kein Hinderungsgrund sein ein kleines Feuerwerk zu entzünden.

Beide hatten sich lange und intensiv auf ihre Prüfung vorbereitet und ein technisch anspruchsvolles und vielseitiges Programm erarbeitet. Die formellen Voraussetzungen erfüllten Armin und Daniel im Vorfeld. Armins letzte Prüfung zum Braungurt (1. Kyu) liegt sechs Jahre zurück. So hatten er neben der Lehrbefähigung, mit Daniel gemein, eine festgelegte Anzahl von Pflichtlehrgängen, und die Teilnahme an einem amtlich anerkannten eintägiger Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen.

Armins Prüfung begann mit der Demonstration der Kodokan Goshin-Jutsu Kata. Diese hatte er in vielen Trainingseinheiten mit seinem Vereinskameraden und Trainer, Joachim „Jo“ Pradler (2. Dan), einstudiert. Bekanntlich ist das Erlernen einer Kata mit einem sehr hohen Trainingsaufwand verbunden, weil die festgelegten und akribisch aufeinander abgestimmten Bewegungsabläufe fehlerfrei zu präsentieren sind. Armin gelang es, die Kata mit einer guten Leistung sicher vorzuführen. Joachim hatte allerdings daran auch großen Anteil, denn als Uke ist er nicht minder gefordert. Anschließend demonstrierte Armin sein technisches Programm aus rund 30 verschiedenen Würfen (Nage-waza) mit Kombinationen und Gegenwürfen, stichprobenartig auch in Linksausführung. Hier, wie auch beim anschließenden Themenblock, der Demonstration sportlicher Verteidigung und Selbstverteidigung, waren eine große Vielfalt an Bewegungsformen und ein hoher technischer Anspruch zu erkennen. 

Im Block, Bewegungslehre und der Verteidigung gegen freie Angriffe, ließ es Armin, und später auch Daniel, nochmals so richtig “knallen“. Erstmals wurden damit auch die neuen Inhalte in der Prüfungs- und Verfahrensordnung in einer Dan-Prüfung gezeigt. Hierbei beteiligte sich auch Jan Struensee, 1. Kyu (Braungurt) vom SV Fellbach. Armin sollte so dahingehend geprüft werden, von jemand angegriffen zu werden, der eben nicht sein gewohnter Trainingspartner ist.

In Daniels anschließender Prüfung wurde deutlich, dass er mit Armin trainiert und die eine oder andere Techniken adaptiert hatte. So agierte er mit einem kaum geringen Anspruch und Schwierigkeitsgrad. Unter dem Strich gewannen die Prüfer sehr schnell den übereinstimmenden Eindruck, dass sich hier zwei Sportkameraden gewissenhaft und intensiv auf ihre Prüfungen vorbereitet hatten.

Zum Ende ihrer Prüfungen mussten sich die zwei Prüflinge noch einigen Fragen der Prüfungskommission zu stellen, so zum Beispiel zur Etikette, zur Historie des Jiu-Jitsu, zum Notwehrrecht oder Verständnisfragen zu einzelnen Technikgruppen/-themen.

Nach über drei Stunden konnten beide Prüflinge freudestrahlend die Gratulationen und Urkunden der Prüfer entgegennehmen und stolz ihre neuen Gürtel (Obi) umbinden.

Der Verband gratuliert Armin Rösch herzlich zum Sho-Dan und Daniel Nagel zum 2. Kyugrad. Ihre Leistungen sollten als Ansporn genügen, den begonnenen Weg im Jiu-Jitsu und im Verband fortzusetzen und sich in der Vereinsarbeit zu engagieren. Joe und Jan sei gedankt für ihren körperlichen Einsatz, den Joe vor bzw. beide zur Prüfung trotz kleinerer gesundheitlicher Einschränkungen in den Dienst ihrer Sportkameraden stellten. 

Ein Dank gilt abschließend der Prüfungskommission für ihre professionelle und faire Bewertung und letztlich den Prüflingen für ihre harte Arbeit und ihr Engagement für das Jiu-Jitsu. Für den weiteren sportlichen Weg erhielten sie beide noch einige Anregungen und wertvolle Hinweise, gilt es doch, kontinuierlich im Sinne des Bushido, an einer Verbesserung seines Könnens zu arbeiten.

Matthias Hubl, Referent Prüfungswesen

Lehrgang zur Verlängerung von Prüfer- und Fachtrainerlizenzen in Fellbach: Ein wichtiger Schritt für die Qualitätssicherung

Auf Einladung von Rainer Struensee und Matthias Hubl, fand am 8. November 2025 in Fellbach ein Lehrgang für die Verlängerung der Prüfer- und Fachtrainerlizenzen unseres Verbandes statt. Die Veranstaltung ist eine Plattform für unsere erfahrenen Prüfer und Fachtrainer, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf den neuesten Stand zu bringen und sich über die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Verbandes auszutauschen. Gleichzeitig ist der Lehrgang ein wichtiger Bestandteil unserer Qualitätssicherung und findet alle zwei Jahre statt. Dieser regelmäßige Turnus ermöglicht es unseren Prüfern und Fachtrainern, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich zu aktualisieren und sich mit den neuesten Entwicklungen und Anforderungen vertraut zu machen.

Ein zentraler Punkt des Lehrgangs waren die Rückmeldungen und Diskussionen zur neuen Prüfungs- und Verfahrensordnung. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um ihre Erfahrungen und Meinungen zu den Neuerungen auszutauschen und konstruktives Feedback zu geben. Diese Rückmeldungen sind von großer Bedeutung für den Verband, da sie dazu beitragen, die Prüfungs- und Verfahrensordnung kontinuierlich zu verbessern und an die Bedürfnisse unserer Mitglieder anzupassen.

Neben den inhaltlichen Aspekten standen auch formelle Prüfungsangelegenheiten im Fokus des Lehrgangs. Die Teilnehmer wurden über die aktuellen Anforderungen und Vorgaben für die Verlängerung ihrer Lizenzen informiert und hatten die Gelegenheit, ihre Fragen und Bedenken zu klären.

Ein besonderes Willkommen galt Klaus Calcara, der als Erster Vorsitzender unseres Verbandes neu in die Runde der Prüfer aufgenommen wurde. Nachdem in den vergangenen Jahren einige Prüfer ihre Lizenzen nicht mehr verlängert haben, ist die Aufnahme von neuen und jüngeren qualifizierten Prüfern ein wichtiger Schritt, um die Qualität und Kontinuität unserer Prüfungen und Ausbildungen sicherzustellen. Wir heißen Klaus herzlich willkommen und freuen uns auf seine Mitarbeit.

Für den Part der Verlängerung der Fachtrainerlizenzen stellten Rainer und Matthias nochmals die letzten Neuerungen der Prüfungsordnung vor. Insbesondere die Prüfungsfächer Bewegungslehre (Kihon) und die freie Abwehr gegen Freie Angriffe.

Die beiden Themen wurden erklärt, deren Hintergründe dargestellt und beispielhaft demonstriert. Im Anschluss sollten die Teilnehmer in Kleingruppen einen Kihon erarbeiten, einüben und dem Plenum demonstrieren. Bezüglich den Freien Abwehren galt es sich zunächst theoretisch in Gruppenarbeit mit den Schlagworten

  • Grundsätze,
  • Gefahren,
  • Zielgruppe und
  • Trainingsmöglichkeiten

auseinanderzusetzen. Im Anschluss präsentierte und diskutierte man die Ergebnisse.

Dies sollte Sicherheit geben, welche Inhalte in welcher Form künftig mit den Jiuka zu üben und welche Anforderungen bei künftigen Gürtelprüfungen gefordert sind.

Der Lehrgang in Fellbach war ein wichtiger Meilenstein für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung unseres Verbandes. Wir danken allen Teilnehmern für ihre aktive und motivierte Beteiligung.


Rainer Struensee, Referent Lehrwesen
Matthias Hubl, Referent Prüfungswesen

Feinschliff EBo-No-Kata

Die Unmöglichkeit, eine Kata mit nur einem Lehrgang zu erlernen, dürfte jedem bewusst sein. Kata üben und lernen bedeutet üben, lernen, üben, lernen, üben, lernen. Sich mit Grundtechniken und Bewegungsabläufen zu beschäftigen. Und das Ganze in einem möglichst harmonischen Zusammenspiel mit seinem Partner.

So ging es am 12. Oktober 2025 wieder ins Kata-Zentrum beim MTV Ludwigsburg zu Astrid und Jac. Diesmal begleiteten uns wieder Hansi und Moritz. Und auch Horst und Stefano. Auch dieses Mal wurden wir wieder sehr freundlich von beiden empfangen. Butterbrezen und Kaffee standen bereits auf dem Tisch. Eine Kata will schließlich auch gut vorbereitet geübt werden.

Wir beschäftigten uns mit den Feinheiten der Kata. Und es hat sich gelohnt. Wir bekamen sehr viel Feedback, sowohl für Tori als auch für Uke. Viel Neues zu beachten und zu üben. Katatraining ist bis ins hohe Alter möglich und wer sich intensiv damit beschäftigt, hat gerade bei einer Paar-Kata, ein hervorragendes Instrument, in die Tiefen einzelner Angriffs- und Verteidigungstechniken einzutauchen, um das jeweilige Verhalten zu studieren.

Nach einem langen Tag fuhren alle glücklich und zufrieden nach Hause mit der Gewissheit, Weg und Strapazen haben sich gelohnt.

Von unserer Seite aus fänden wir es toll, wenn dieser Funke an weitere Interessierte überspringen würde. Wir haben viel Freude an dieser Kata.

Alexander Ecker (Geisenhausen)

Kata en détail: Seiryoku-Zen‘yo-Kokumin-Taiiku – Kata für Taiso

Fernöstliche Lebensweisheiten, Körperhaltung, Präzision, Gleichgewichtsübungen und Gehirntraining – bei diesem Lehrgang gab es in unserem Dojo wieder einiges zu erleben! Die beiden Referenten Jacques Cosson (6. Dan Judo und Jiu-Jitsu) und Astrid Czymara (3. Dan Judo und 2. Dan Jiu-Jitsu), boten einen interessanten Lehrgang über diese doch noch recht unbekannte Kata.

Nach einer kurzen Einführung in die Anfänge dieser Kata folgten Erklärungen zum Taiso, dem 4.Element des Judo. Danach erlernten die Teilnehmer die Techniken und Hintergründe des ersten Teilsdieser Kata, die Tandoku-Dosa (Einzelübungen mit Schlag- und Tritttechniken). Auch die beidenanderen Teile, Kime-shiki und Ju-shiki, wurden demonstriert und teilweise trainiert. Dabei lerntendie Teilnehmer die Unterschiede zu den Techniken in der Kime-no- bzw. Ju-no-Kata kennen.

Gekonnt und unterhaltsam erklärten und demonstrierten die beiden Referenten Kata-Techniken wie den geraden Fauststoß, den Stich in beide Augen oder den Schwerthieb von oben und führten entsprechende Abwehrreaktionen von Uke vor – immer Schritt für Schritt, mit der nötigen Kombination aus Kraft, Beweglichkeit, Ruhe und technischem Können.

Vielen Dank an die beiden Referenten für diesen gelungenen Lehrgang.

Der Lehrgang in Zahlen:
8 TN des WJV aus 6 Vereinen
2 TN von Jiu-Jitsu traditionell aus einem Verein

Effektive Selbstverteidigung mit Judo

Am Samstag, den 5. April 2025, fand im Dojo des MTV ein Selbstverteidigungs-Lehrgang mitJacques statt, der zahlreiche Judoka aus ganz Württemberg - und sogar darüber hinaus - anzog.

Auf dem Programm standen vielfältige und praxisnahe Techniken: Atemi-Techniken, Abwehrgegen Schläge, Fluchtverhalten, Befreiungen aus Umklammerungen und Schwitzkasten,Übergänge vom Stand in den Boden unter Anwendung von Judowürfen, sowie dieVerteidigung gegen Stock- und Messerangriffe.Jacques überzeugte mit fundiertem Wissen und realitätsnahen Konzepten, die direkt in derPraxis anwendbar sind – eine wertvolle Erfahrung für alle Teilnehmenden.Ein herzliches Dankeschön an Jacques für den engagierten und lehrreichen Tag!

Kata en détail: Koshiki-no-Kata

Am Samstag, den 01. Februar 2025 veranstaltete der MTV Ludwigsburg einen Lehrgang über die Techniken und Hintergründe der Koshiki-no-Kata. Diese Kata beinhaltet Techniken, welche die Samurai im Nahkampf anwendeten, nachdem sie bereits ihre Waffen verloren hatten und sich in Rüstung mit bloßen Händen gegenüberstanden.

Jac konnte als Katabeauftragter unseres Verbandes zwei herausragende Referenten für diesen Lehrgang gewinnen: Dieter Münnekhoff (6. Dan: Referent für Koshiki-no-Kata im NWDK) und Michael Hoffmann (6. Dan: DJB-Wertungsrichter). Zusammen belegten sie zweimal den 3. Platz bei den Europameisterschaften in der Koshiki-no-Kata und waren mehrfach Deutsche Meister.

So befassten sich die 17 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg und sogar der Pfalz, vier Stunden intensiv mit der Einübung der einzelnen Techniken der Koshiki-no-Kata. Schwerpunkt war der zweite, schnellere Teil namens ‚Ura‘, der sieben Techniken umfasst.
Hierbei lernten wir sehr viel über die Prinzipien der alten Kampfkünste, u.a. auch die Auswirkung der inneren Haltung für eine ruhige und perfekte Ausführung der Techniken.
Ein herzliches Dankeschön geht an die großartigen Referenten und Jac als Organisator!

Kyu-Vorbereitungslehrgang

Am Samstag, 27.09.2025 von 09 – 14.30 Uhr gab es für angehende Prüflinge beim Kyu-Vorbereitungslehrgang im Fellbacher Dojo wieder die Gelegenheit ausgiebig am Prüfungsprogramm zu arbeiten.

Unter Leitung des Referenten für Lehrwesen, Rainer Struensee (5. Dan), nutzen 7 Teilnehmer von den Vereinen aus Kirchheim/Teck, Asperg und Ludwigsburg die Zeit sehr konzentriert und effektiv. Ein Jiuka, eigentlich ein Dan-Aspirant, war als Uke mit angereist , konnte aber dennoch das Eine und Andere für seine anstehende Prüfung mitnehmen. Die Schwerpunkte lagen dieses Mal auf dem Kihon und bei der Arbeit am individuellen Programm.

Am Ende des Lehrgangs waren alle rechtschaffen müde, reisten inspiriert und zufrieden wieder nach Hause.

Der Verband wünscht auf jeden Fall viel Erfolg bei den kommenden Gürtelprüfungen und ist aufgrund der gezeigten Leistungen sehr zuversichtlich.

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